Kategorie: forcont Inside
11. Juli 2013 //

forcont erklimmt historische Höhen

forcont reist zu historischem Ort und erklimmt luftige Höhen (© forcont)

Sommer, Sonne, Sonnenschein - das lässt sich auch forcont nicht entgehen. So zog es diesen Montag das gesamte Team raus aus den Büros, um an einem geschichtsträchtigen Ort die Blicke über das sommerliche Leipzig schweifen zu lassen.

Ziel: Das in Europa für Tod und Freiheit stehende Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und seine in 91 Metern Höhe gelegene Aussichtsplattform.

Schon bei der Ankunft imponiert das kolossale Monument mit seinem vorgelagerten "See der Tränen um die gefallenen Soldaten" und erinnert an die vor 200 Jahren stattgefundene Völkerschlacht. 1813 fanden hier die heftigsten Kämpfe der Völkerschlacht mit insgesamt 500.000 Soldaten statt. Napoleonische Truppen trafen auf Österreicher, Preußen, Russen und Schweden, um Napoleons Vorherrschaft in Europa zu brechen. Dies gelang und das französische Heer zog sich am dritten Tag der Schlacht zurück.

364 Stufen, die sich lohnen
Ausgerüstet mit Audioguides, Sonnenhüten und -brillen ging es Stück für Stück hinauf. Der Guide erklärte uns so Einiges in sächsischem Dialekt, u. a. dass das Baumaterial aus dem nahegelegenen Beucha stammt, die vier 9,5 Meter hohen Statuen der Totenwächter am symbolischen Grab der ca. 120 Tsd. Gefallenen die deutschen Tugenden Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft und Opferbereitschaft darstellen. Oder dass die Bauzeit des Denkmals 15 Jahre in Anspruch nahm und gut sechs Millionen Goldmark verschlang.

Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig (© forcont)

Stufe für Stufe führte uns eine enge Wendeltreppe hinauf zur Aussichts-plattform in 91 Meter Höhe. Oben angekommen belohnten blauer Himmel und eine tolle Aussicht den anstrengenden Aufstieg. Zu hören gab es dann: "Hier der Uni-Riese." (heute: MDR-Hochhaus), "Da das Messehochhaus.", "Wow, ist Leipzig grün!" und "Wo liegt eigentlich die Geschäftsstelle von forcont?".

Irgendwann ging es dann aber wieder nach unten, wo kühle Getränke, Eis und Gegrilltes auf die hungrigen forcontler warteten. Das Feierabendbier und die Fassbrause mundeten und ließen diesen wunderbaren lauen Sommerabend nicht ganz so schnell ausklingen.

Aussichtsplattform des Völkerschlachtdenkmals (© forcont)

Blick vom Völkerschlachtdenkmal auf das Stadtzentrum (© forcont)

Doppeljubiläum
200 Jahre Völkerschlacht und 100 Jahre Völkerschlachtdenkmal

Aus diesem Anlass findet im Oktober ein umfangreiches Gedenk-programm in und um Leipzig statt. Hier drei Veranstaltungstipps:

Fr. 18. Oktober, ab 20 Uhr (Eintritt frei)
Übergabe des sanierten Völkerschlachtdenkmals an die Öffentlichkeit
u. a. mit einer Lichtinszenierung "Cosmogole" des Lyoner Künstlers Philippe Morvan auf der Wasserfläche vor dem Völkerschlachtdenkmal und Musik von Mike Dietrich

Sa. 19. Oktober, 20 Uhr (Eintritt frei)
"Imagine Europe" ein multimediales Theaterereignis im Park vor dem Völkerschlachtdenkmal. Inszeniert vom Theater Titanick, welches auch international durch ihre ungewöhnlichen Inszenierungen, z. B. Untergang der Titanic, bekannt ist.

So. 20.Oktober, 20 Uhr
Europäische Friedensmusik 2013 in der Krypta.
Im Auftrag der Stadt Leipzig haben sechs junge Musikern aus Frankreich, Österreich, Polen, Russland, Schweden und Deutschland ein facettenreiches Werk komponiert.
Mitwirkende: Denkmalchor Leipzig, Musiker des MDR Sinfonieorchesters
Leitung: Ingo Martin Stadtmüller

Mehr Veranstaltungen: www.voelkerschlacht-jubilaeum.de


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