Kategorie: Best Practice
23. Mai 2019 //

Dark Mode – Was ist das und warum wird es immer mehr genutzt?

Dark Mode in Software-Anwendungen

Mehr und mehr Leute arbeiten immer länger, teils bis in die Abendstunden und demzufolge bei wenig Licht (im langsam näher rückenden Sommer trifft dies zwar weniger zu, aber der nächste Winter kommt bestimmt). Oft ist dann der Bildschirm für ein angenehmes und konzentriertes Arbeiten sehr grell und vor allem sehr helle Flächen, wie der Hintergrund auf Webseiten oder in der Textverarbeitung reizen das Auge.

Es gibt mittlerweile einige Anwendungen, die mit dem sogenannten "Dark Mode" versuchen Abhilfe zu schaffen. Manchmal versteckt sich die Option in tiefen Untermenüs oder ist, wie aktuell noch im neuen Google Chrome 74, nur bestimmten Benutzern vorbehalten (Quelle: www.heise.de/newsticker/meldung/Web-Browser-Chrome-74-mit-Dunkelmodus-fuer-Windows-10-4405681.html).

Unter Windows 10 beispielsweise kann in den Einstellungen unter "Personalisierung" > "Farben" > "Standard-App-Modus auswählen" von "Hell" auf "Dunkel" umgeschaltet werden, um einen entsprechenden Effekt zu erreichen.

Dark Mode Option im Betriebssystem Windows

Quelle: Screenshot Einstellungen Windows 10

Grundsätzlich wird mit dem "Dark Mode" eine Invertierung der Farben erreicht, also schwarze Schrift auf weißem Grund wird zu heller Schrift auf schwarzem Grund usw. Leider ist es aber im Allgemeinen nicht ganz so einfach wie es klingt. Einige Browser-Erweiterungen ermöglichen diesen Effekt auch für Webseiten. Allerdings werden dabei oft bestimmte Schriftfarben schwerer lesbar und Bilder nicht korrekt gedimmt oder invertiert, so dass ein nur bedingt nutzbares Erscheinungsbild entsteht. Ein gut angepasstes, dunkles Oberflächen-Thema bzw. CSS-Programmierung mit entsprechender Farbgebung und Umschaltfunktion für eine Webseite oder -anwendung erfordert also einiges an Geschick, um eine gute Usability zu gewährleisten - doch das kann sich lohnen.

Zum einen kann es durch Reduktion von blauen Lichtanteilen, welche nach Studien auch anderweitig schädlich sein können, dem Nutzer helfen besser einzuschlafen (nein - nicht während, sondern nach der getanen Arbeit) (mehr dazu hier: ergoptometrie.de/einfluesse-von-blauem-licht/). Zum anderen kann es sogar beim Sparen von Strom bzw. bei der Verlängerung der Akkulaufzeit helfen, denn je nach Displaytechnik können dunkle Pixel komplett abgeschaltet werden (OLED). Allerdings ist dies bei üblichen Computerbildschirmen mit permanenter Hintergrundbeleuchtung noch kein allzu ausschlaggebender Faktor.

Insgesamt ist zu sagen, dass die hauptsächlich dunkle Oberfläche mit heller Schrift deutlich angenehmer zu später Stunde ist und die Augen weniger stark ermüdet.

Was halten Sie selbst von diesem Thema?
Geben Sie uns über die Kommentarfunktion unten Ihr Feedback, ob sich aus Ihrer Sicht die Mühe lohnt, unsere Anwendungen anzupassen und dem Benutzer die Umschaltung der Oberfläche in einen "Dark Mode" zu ermöglichen.


2 Kommentare für "Dark Mode – Was ist das und warum wird es immer mehr genutzt?":

Ich bin definitiv für einen Dark Mode! Ich selbst nutze jede Software/Website die es erlaubt mit einem dunklen Theme, zusätzlich nutze ich f.lux oder den Nachtmodus von Windows. Seitdem habe ich abends deutlich weniger gereizte Augen.

Danke Daniel für den Kommentar. f.lux ist ja echt ein guter Tipp, kannte ich noch nicht und werde ich definitiv mal ausprobieren.

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